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Update: Public Viewing in Wien

4.06.2008, von Michael Kommentare (2)

Plan: Wien.at
Plan: Wien.at

Über 150.000 Menschen sollen in den größeren Public Viewing-Bereichen in Wien Platz finden. Obwohl die Getränkepreise dort am höchsten sind, wird sich der größte Teil der Fans auf der offiziellen Fanmeile am Ring einfinden.

€ 4,50 wird ein halber Liter Bier der dänischen Carlsberg-Brauerei in der offiziellen Fanmeile zwischen Heldenplatz und Rathaus kosten. Auch alkoholfreie Getränke wie Limonaden (€ 3,50) oder Mineral (€ 3) werden den einen oder anderen Geldbeutel strapazieren. Vor allem die mehreren Millionen Besucher aus dem Ausland, die den Trip zu den EURO-Spielen oftmals mit ihrem Urlaub verbinden, werden wohl bereit sind, etwas mehr Geld auszugeben. Und weil die Stimmung eben meistens dort am besten ist, wo die Menge feiert, ist anzunehmen, dass viele weitere Fans die hohen Preise allein wegen des kollektiven Hochgefühls in der Masse in Kauf nehmen werden.

Für alle, die den Ring zwischen 7. und 29. Juni meiden wollen, gibt es im Folgenden eine Liste alternativer Public Viewing-Möglichkeiten:

Die Strandbar Hermann bei der Urania ist fest in Schweizer Hand. Am „Swiss Beach” werden nicht nur die Spiele übertragen, mit Rösti und Raclette werden auch Spezialitäten aus dem Co-Veranstalterland feilgeboten. Das an der Mündung des Wienflusses in den Donaukanal gelegene Areal ist schon von weitem sichtbar: Am Ufer prangt auf Containern ein sechs Meter hohes Schweizerkreuz.

Im Innenhof des WUK (Werkstätten- und Kulturhaus) an der Währinger Straße schlägt das Fußballmagazin „Ballesterer” gemeinsam mit den deutschen Kollegen von „11 Freunde” und dem Radiosender FM4 sein EM-Quartier auf. Zwei Bühnen, zwölf Plasma-Bildschirme im Hof, Musik- und Kabarett-Acts, Kurzfilme, ein Tischfußballturnier und Expertendiskussionen bieten ein umfangreiches Programm auch abseits der Spiele.

Das Fan-Areal auf der Kaiserwiese beim Riesenrad hat täglich von 15:00 bis 1:00 nachts geöffnet, an Spieltagen werden die Matches auf einer 40 m² großen Leinwand übertragen. An den beiden spielfreien Tagen (23. und 24. Juni) sollen Konzerte mehr oder weniger bekannter Austropop-Überbleibsel Besucher auf das Areal locken. Anders als in den offiziellen Fanzonen wird hier nicht das lizenzierte Carlsberg-Bier um € 4,50 ausgeschenkt, sondern das heimische Ottakringer um den geringfügig billigeren Preis von € 4 pro halben Liter.

Das Hanappi-Stadion im Westen Wiens ist als erweiterte Fanmeile konzipiert. Dort sollen 40.000 Menschen in der Heimstätte von Rapid Wien Platz finden, wenn der Ring überlastet ist. Ursprünglich war die Donauinsel als Ausweichareal angedacht, nun wird es auf dem 21 km langen Streifen zwischen Donau und Neuer Donau eine Reihe kleinerer Zusammenkünfte geben.

Weitere 3.000 Leute können ihrer Leidenschaft im Gasometer frönen. Auf hochauflösenden Leinwänden werden alle 31 Spiele entweder in der Großen Halle oder im Foyer übertragen. Allerdings wird dieser Standort einer der wenigen sein, die in Wien Eintritt (bzw. einen „Sicherheitsbeitrag” von € 3, wie es die Organisatoren nennen) für Public Viewing verlangen.

Im Volksgarten neben der offiziellen Fanmeile zieht der Ausrüster des österreichischen Nationalteams einen weiteren Standort für 1.000 Besucher auf. „Republic of Football” heißt die Aktion, zu der auch Events und Clubbings zählen. Tipp: Die Spiele werden von der deutschen Kabarettgruppe Sputnik TV und heimischen Entertainern kommentiert.

Wer am Karlsplatz Fußball schauen will, hat Pech gehabt. Zwar gibt es dort eine Veranstaltungsreihe, die unter dem Motto „Freundschaftsspiel zwischen Kultur und Fußball” steht, am Areal rund um die Karlskirche wird aber kein Spiel öffentlich übertragen. Dafür warten auf die Besucher Konzerte von Ernst Molden und Willi Resetarits oder eine etwas skurril anmutende Trillerpfeifenaufführung von Hermann Nitsch. 

Daneben gibt es eine Vielzahl privater Lokale, die ihre Gäste nicht ohne Fußball lassen wollen. Eine spezielle Maßnahme wurde vom Inhaber des Charly P’s Irish Pub getroffen: Die eigentlich dunkelgrüne Fassade leuchtet während des Turniers rot-weiß-rot, die Gaststätte selbst erhielt für die EURO sogar einen neuen Namen: Karli P’s Irisches Beisl. Ein beliebter Treffpunkt für junge Wiener und Gäste ist bei großen Fußballturnieren stets das Flex. Weniger im Club als vielmehr an der Promenade davor verfolgen oft mehrere hundert Fußballfans die Partien auf LED-Leinwänden. Ebenfalls am Donaukanal wird das Badeschiff neben seiner ursprünglichen Bestimmung auch als Fanzone fungieren.

Alle offiziellen Public Viewing-Standorte, die von der UEFA und der Stadt Wien genehmigt wurden, gibt es hier, einen interaktiven Stadtplan mit allen Lokalen, die Spiele übertragen unter www.wien.gv.at/eurostadtplan/public/ und unter diesem Link die Übersicht über alle 31 Endrundenspiele.

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Kommentare

radatz 06.06.2008

das ist eine totale ente, weil die grünen punkte auf der karte sind ja die fernseher in lokalen, nicht die public viewing platzln. heast!

prinz foffi 06.06.2008

heast! steht ja eh im letzten absatz, dass das der stadtplan mit lokalen ist, die die spiele übertragen.

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