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Gruppe C: Niederlande europameisterlich

14.06.2008, von Michael Kommentare (0)

Foto: Flickr.com
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Nach Weltmeister Italien kam nun auch Vizeweltmeister Frankreich ordentlich unter die orangen Räder (4:1). Rumänien scheint es auf Unentschieden angelegt zu haben, bot beim 1:1 gegen Italien spielerisch aber mehr als am ersten Spieltag.

Italien schrammt im zweiten Spiel der Gruppe C gegen Rumänien nur haarscharf an einer mittleren Katastrophe vorbei. Zwar dominierte die Squadra Azzura das Spielgeschehen von Anfang an, Luca Toni, der mit Bayern in der Bundesliga und im UEFA-Cup Torschützenkönig wurde, fand jedoch im rumänischen Keeper Bogdan Lobont mehrere Male seinen Meister. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte war es allerdings Referee Tom Henning Övrebö, der ein reguläres Toni-Tor wegen vermeintlichem Abseits aberkannte. Auch nach der Pause war Italien überlegen, der Treffer fiel aber auf der anderen Seite. Nach einem groben Fehler von Zambrotta in Minute 55 spitzelte Adrian Mutu den Ball über Buffon ins Netz. Im Gegenstoß rückte Panucci nach Chiellini-Kopfball das Ergebnis wieder zurecht. Beim 1:1 blieb es auch, was vor allem das Verdienst eines Mannes war: Mit Zehen- und Fingerspitzen rettete Gianluigi Buffun zehn Minuten vor Schluss sein Team vor dem Todesstoß. Denn hätte Mutu den wegen eines Fouls von Panucci an Nicolae Dica gegebenen Elfmeter verwandelt, wäre Italien schon nach dem zweiten Gruppenspiel ausgeschieden.

Ruft man sich das Vorbereitungsspiel der Niederländer in Wien in Erinnerung, so rechnete man damals kaum damit, dass Van Bastens Elf zum ersten Anwärter auf den Europameistertitel reifen würde. Wie schon gegen Italien (3:0) begannen die Niederlande auch in Bern gegen Frankreich druckvoll. Schon nach neun Minuten brachte Dirk Kuyt sein Team in Führung. Die Franzosen versteckten sich in der Folge nicht, scheiterten aber stets am überragenden niederländischen Schlussmann Edwin van der Saar. Nach Seitenwechsel schaltete Frankreich einen weiteren Gang hinauf, wurde dadurch aber anfällig für Konter. Einen solchen nutzte der eingewechselte Van Persie zum 2:0. Der Anschlusstreffer durch Thierry Henry (72.) ließ nur kurz Hoffnung aufkeimen, denn schon im Gegenzug stellte der ebenfalls eingewechselte Arjen Robben die alte Tordifferenz durch einen Prachtschuss aus spitzem Winkel wieder her. Den Schlusspunkt setzte in der 92. Minute der schon gegen Italien in Weltklasseformat agierende Sneijder durch einen nicht weniger bemerkenswerten Distanzschuss unter die Latte. Oranje düpierte nach dem Weltmeister also auch den zweiten Finalisten von 2006. So wie Van Basten seine Elf eingestellt hat, rücken die Niederlande in den engsten Favoritenkreis.

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