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Gruppe D: Russland fängt Schweden ab

19.06.2008, von Michael Kommentare (0)

Foto: flickr.com
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Am letzten Spieltag der Vorrunde gewinnt Russland das direkte Duell gegen Schweden 2:0 und steht erstmals im Viertelfinale. Die unbedeutende Parallelbegegnung zwischen Spanien und Griechenland endet 2:1.

Die Gruppenphase ist vorbei und die Schweden, denen ein Remis gegen Russland schon zum Aufstieg gereicht hätte, enttäuschten von Beginn an. Schon in den ersten fünf Minuten dribbelt sich die russische Offensive mehrmals in den gegnerischen Strafraum, noch verstolpert die Nation mit dem jüngsten Kader ihre Möglichkeiten. Der niederländische Trainer der Russen, Guus Hiddink, wurde in der Vorbereitung kritisiert, weil er für den Spielmacher Andrej Arschawin einen Platz im Kader bereithielt, obwohl dieser wegen einer Sperre frühestens im dritten Spiel zum Einsatz kommen konnte. Doch Hiddinks Taktik ging auf: Der unbändige Arschawin wirbelt die schwedische Abwehr gewaltig durcheinander. Am gefährlichsten wird Goalie Andreas Isaksson in der 21. Minute Juri Schirkow, dessen Volleyschuss nur Zentimeter am rechten Pfosten vorbeizieht. Drei Minuten später wird das russische Offensivfeuerwerk belohnt: Anjukow erhält einen idealen Pass von Syrjanow und gibt quer vor das Tor weiter an Pawljutschenko, der frei zum Schuss kommt und die russische Führung erzielt. Kurzfristig scheinen die Schweden aufzuwachen, in der 26. Minute trifft Oldie Larsson nur das Lattenkreuz. Das Spiel ist jetzt wieder offen, bis zur Pause gelingt aber auf keiner Seite mehr ein Tor. Schweden benötigt zu diesem Zeitpunkt weiterhin nur einen Treffer für den Verbleib im Bewerb, dennoch sind es die Russen, die auf eine höhere Führung drängen. In der 56. Minute gelingt das auch. Diesmal kommt der Querpass von Schirkow über links, der mitgegangene Arschawin grätscht den Ball an Isaksson vorbei und jubelt über sein erstes EURO-Tor. Schweden um einen enttäuschenden Ibrahimovic verzweifelt mehr und mehr am eigenen Unvermögen. Die Russen ziehen sich nun zurück, bleiben zwar über Konter gefährlich, können das Ergebnis aber nicht mehr erhöhen. Die „Sbornaja” schafft also erstmals seit dem Zerfall der Sowjetunion den Aufstieg in die K.O.-Phase eines großen Turniers, tritt am Samstag in Basel gegen die Niederlande an. Umgekehrt scheitert Schweden zum ersten Mal seit der EURO 2000 schon in der Vorrunde und muss heimreisen.

Das zweite Spiel der Gruppe D ist für die Platzierungen unbedeutend. Spanien steht als Gruppensieger fest, weswegen Coach Aragones wie seine Kollegen aus Kroatien, Portugal und den Niederlanden nur eine B-Elf auflaufen lässt; Griechenland kann den letzten Gruppenplatz nicht mehr verlassen, will aber nicht das einzige Team des Turniers ohne Punkt und Tor bleiben. Spaniens Ersatzteam spielt jedoch schon zu Beginn druckvoll, Güiza testet in der 2. und 4. Minute Goalie Nikopolidis. In der Folge steht das Spiel auf keinem hohen Niveau, erfolgversprechende Torchancen erarbeiten sich am ehesten noch die Spanier durch Xabi Alonso in der 23. und der 37. Minute. Umso überraschender dann das erste Tor dieses Abends in Salzburg: Wie im EM-Finale 2004 trifft Charisteas per Kopf (42.) für die unverdiente Führung. Nach dem Seitenwechsel ergeben sich sowohl Chancen für „Hellas” als auch für die Iberer. Alonso trifft in der 53. Minute nur die Stange, auf der Gegenseite finden die Hereingaben von Karagounis keine Abnehmer. Die Spanier scheinen sich mit der Niederlage aber nicht wirklich abfinden zu wollen. In der 61. Minute kommt De la Red zwölf Meter vor dem Tor zum Schuss, dieser fällt derart scharf aus, dass Nikopolidis trotz guter Position nicht abwehren kann - 1:1. Obwohl weiterhin beide Teams die Chance auf einen Lucky Punch haben, bleiben die Spanier im Abschluss gefährlicher. Den Siegestreffer erzielt schließlich Güiza per Kopfball nach einer gefühlvollen Flanke Sergio Garcias. Insgesamt ein verdienter spanischer Erfolg, Griechenland bleibt nicht nur als einziger EURO 08-Teilnehmer punktelos, sondern auch als erster Titelverteidiger überhaupt.

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