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„Fahr’ ma, Euer Gnaden!”

22.11.2007, von Michael Kommentare (2)

post-image, Foto: Wien Tourismus
Foto: www.wien-bild.at

Die Fiaker gehören zu Wien wie Sissi und die Sachertorte. In Wahrheit stammt die Idee der Lohnkutschen mit Pferde-Antrieb aber aus Frankreich.

670 gründete der Ire Fiacrus in Paris eine Kirche und wurde in der nach ihm benannten Straße auf einer Hauswand verewigt. Ein Jahrtausend später begannen findige Franzosen von dieser Rue de Fiacre aus betuchte Reisende in ihren Kutschen zu befördern - der Stifter wurde zu ihrem Patron. In den 1690er Jahren fand die Idee ihren Foto: Wien TourismusFoto: Wien TourismusWeg nach Wien und erste Konzessionen wurden vergeben. Der Name „Fiaker” blieb.

Trabende Wahrzeichen

Der pferdebetriebene Personentransport ist noch heute ein alltägliches Bild in der Wiener Innenstadt - Standplätze finden sich bei der Albertina hinter der Staatsoper, dem Heldenplatz, dem Michaelerplatz, neben dem Burgtheater, am Petersplatz und natürlich beim Stephansdom. Doch die Kutschen, die auch in Salzburg und Innsbruck überwiegend Touristen befördern - der Stundenpreis kann schon im dreistelligen Euro-Bereich liegen - sind nicht ganz unumstritten. Vor allem Tierschutzorganisationen kritisieren, dass die Pferde im erdrückenden Großstadtlärm und bei jedem Wetter ohne Pause ihre Runden drehen müssen.

Foto: Wien Tourismus

Pferdewindeln und Plastikhufeisen

Hinzu kommen die Beschwerden der Anrainer, die sich vor allem durch die Ausscheidungen der Einhufer gestört fühlen. Die Politik wiederum sah in den Hufeisen der Klepper kürzlich den Grund für den schlechten Zustand der Wiener Innenstadtgassen. Also geht die Domestizierung der Rösser mittlerweile soweit, dass diese ihren Dienst offiziell mit überdimensionalen Windeln zum Auffangen der Pferdeäpfel („Pooh Bags”) und Plastikhufeisen zur Schonung der Straßen verrichten müssen. Hü Hott!

Für ganz Interessierte empfiehlt sich ein Besuch des Fiakermuseums in der Veronikagasse 12 im siebten Wiener Gemeindebezirk. Ein Bericht über die Wiener Fiaker von Friedrich Nicolai aus dem Jahre 1781 kann man hier nachlesen.

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Kommentare

christof 30.11.2007

ich finde den artikel ziemlich lässig ;-)

max 03.12.2007

da stellt sich ja nur mehr die frage, von wo der pferdeleberkäs eigentlich kommt ;-). kann das jemand recherchieren?

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