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Per Losentscheid nach Rom

10.02.2008, von Michael Kommentare (7)

Foto: Coach J @ flickr.com
Foto: Coach J @ flickr.com

1968 fand die Europameisterschaft auch erstmals unter diesem Namen statt und nicht mehr wie zuvor als Europa-Nationenpokal. Am Modus änderte sich dadurch aber nur wenig.

Wie schon 1960 und 1964 wurde die Endrunde erst mit den Halbfinalspielen gestartet. Zuvor ritterten 31 Nationen in der Qualifikation – erstmals in Gruppen und nicht mehr im K.O.-System – um die vier begehrten Semifinalplätze. Nachdem England, Deutschland und Italien 1960 wegen mangelnden Prestiges des Turniers nicht daran teilnehmen wollten und auch 1964 nicht jedes UEFA-Mitglied angetreten war, kann 1968 als erste Europameisterschaft mit allen „großen“ Fußballnationen betrachtet werden.

Für die Qualifikation wurden die 31 Teams in sieben Vierer- und eine Dreier-Gruppe gelost, in Hin- und Rückspielen wurden die Gruppensieger ermittelt. England, Spanien, Bulgarien, Italien, Frankreich, Jugoslawien, Ungarn und die Sowjetunion waren die Nationen, die im noch zur Qualifikation zählenden Viertelfinale die Endrundenteilnehmer unter sich ausmachen sollten.

Ausgeglichene Endrunde

Wie schon bei den früheren Turnieren wurde aus den vier erfolgreichen Ländern der Gastgeber auserkoren. 1968 war es Italien beschert, die weiteren Viertelfinalsieger Jugoslawien, England und die UdSSR zu empfangen. Das erste Semifinale konnte Jugoslawien in Florenz überraschend gegen den amtierenden Weltmeister England durch ein spätes Tor mit 1:0 für sich entscheiden. Im zweiten Duell wurde Italien – heute undenkbar – per Münzwurf zum Sieger bestellt, weil es in Neapel gegen die Sowjetunion auch nach der Verlängerung noch 0:0 gestanden war.

Den Europameister selbst wollte man aber nicht durch einen einfachen Glücksmoment küren. Und tatsächlich stand es auch im Endspiel in Rom nach 120 Minuten zwischen Italien und Jugoslawien remis, namentlich 1:1. Wobei dem Unparteiischen Gottfried Dienst (Schweiz), der auch das Wembley-Tor 1966 zu verantworten hatte, erneut Bevorzugung des Gastgebers zur Last gelegt wurde. Am 10. Juni fand also ein Wiederholungsspiel des Finales statt, hier konnte sich Italien durch Tore von Luigi Riva und Pietro Anastasi aber relativ klar 2:0 gegen Jugoslawien durchsetzen – bis heute der einzige Europameistertitel der Squadra Azzurra.

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Kommentare

Handrich, Marion 12.02.2008

Ich freue mich auf die EM in Innsbruck. Im Sommer die Spiele in den Bergen, wer kann schon solche Kulissen bieten? Wir Tiroler sind die besten und nettesten Gastgeber, wir freuen uns auf die Welt bei uns, Gregor, Hanni und Marion.

Morningstar 13.02.2008

Sind schon nett die Tiroler. Da kenn ich beispielsweise einen mit ner coolen Emo-Frisur ;-). Und radl-reparieren können sie auch…

radatz 13.02.2008

harrgottzagg! weil de wianer nit haarschneidn kennen, laff i mit der *@! mattn umma…

Morningstar 13.02.2008

Bis zur EM sitzt auch die Frisur wieder - mach dir keine Sorgen. Jedenfalls freu ich mich auch auf die wunderbare Hektik, die wir hier in Wien haben werden - zwar keine Berge, aber eine schöne Kulisse haben auch wir.

Nic Pole 13.02.2008

Schlechte Friseure? Das kann schon sein. Letztens meinte eine Bekannte aus Hamburg, die Wiener haben alle schlechte Frisuren… Tipp für Radatz: ich hab ein Glätteisen - das rettet auch die schlechteste Frisur.

Nick Name 13.02.2008

Ja, ja eitel diese Männer. Jetzt musst eh Haube tragen - fällt also nicht auf :-)

radatz 13.02.2008

hab ja schon glatte haare…
statt berge gibts in wien hundstrümmerln.

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